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“Paula Pinn ist eine ‚junge Wilde’ und trotz ihrer Jugend eine Musikerin ersten Ranges. Die Blockflötistin setzt nicht auf Sicherheit, sondern geht auf Risiko, das sie jedoch immer beherrscht. Souverän bewegt sie sich in der Alten wie in der Neuen Musik und differenziert reizvoll zwischen den musikalischen Stilen. Ihr Ton ist klar und vielseitig, ihre Phrasierung dezidiert und akzentuiert, ein lebendiger Puls durchdringt ihr Spiel. Dabei steht Paula Pinns Auftritt im Dienst einer musikalischen Aussage, die sie vollauf versteht und für die sie zu brennen scheint. Sie lebt die Musik, die sie spielt, und ist in der Lage, direkt mit dem Publikum zu kommunizieren. So fasziniert sie nicht nur durch enorme Virtuosität und Musikalität, sondern bezaubert auch durch ihre Spontaneität und Natürlichkeit.”

— SUSANNE SCHULTE, LAUDATIO ZUM GWK FÖRDERPREIS MUSIK 2016

Vita

Paula Pinn wurde 1998 im westfälischen Münster geboren. Nach einem Jungstudium bei Prof. Jeremias Schwarzer und Prof. Maurice Steger an der Hochschule für Musik Nürnberg studiert sie derzeit bei Prof. Dorothee Oberlinger an der Universität Mozarteum Salzburg.

Musikalische Anregungen erhielt sie außerdem in Meisterkursen bei Michael Form, Sabrina Frey, Erik Bosgraaf, Maurice Steger, Hille Perl, Jed Wentz, Lars Ulrik Mortensen und weiteren Alte-Musik-Spezialisten.

Paula Pinn wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem 1. Preis des Biagio Marini Wettbewerbs, als 1. Bundespreisträgerin bei Jugend Musiziert, beim Beethoven-Bonnensis-Wettbewerb Bonn, beim Vienna International Music Competition, mit dem 1. Liebenberger Publikumspreis sowie mit dem GWK Förderpreis für Musik 2016. Die DKB-Stiftung verlieh ihr 2014 ein Stipendium und unterstützte sie durch zahlreiche Konzertauftritte, u.a. im Rahmen des Liebenberger Flötenfestivals 2015. Sonderpreise wurden ihr u.a. von der Deutschen Stiftung Musikleben, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Verband Deutscher Musikschulen sowie vom Verlag Neue Musik verliehen. Zuletzt wurde ihr Ensemble Marsyas Baroque mit einem Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet und in die BAKJK (Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler) aufgenommen. 

2017 war sie Gastkünstlerin bei dem renommierten Festival für Alte Musik Trigonale und erhielt eine Wiedereinladung für ein Soloprojekt.

Paula Pinn ist Stipendiatin der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes.